Agger 2026 – Tag 5 Holz, Kaffee und andere Herausforderungen 🔥☕

Auch der heutige Tag begann mit einer der wichtigsten Aufgaben des Urlaubs: dem Schüren des Kamins. Langsam beschleicht uns der Verdacht, dass die ursprünglich gekauften drei Säcke Brennholz vielleicht etwas optimistisch kalkuliert waren. Wenn das Wetter so bleibt, werden wir wohl bald Nachschub organisieren müssen.

Apropos Holz: So ganz überzeugt bin ich von unserem Einkauf bisher nicht. Das Holz scheint noch einen gewissen Restkontakt zur ursprünglichen Lebensform „Baum“ zu haben und zeigt sich beim Anzünden entsprechend zurückhaltend. Es brennt zwar irgendwann, aber bis dahin führt man zunächst eine längere Verhandlung mit Feuerzeug, Anzünder und Geduld. 🔥🌳

Hat man diese Hürde überwunden, verrichtet es seinen Dienst allerdings ganz ordentlich. Man muss ihm offenbar nur etwas gut zureden.

Nach dem ersten Kaffee – und wir alle wissen, dass vor dem ersten Kaffee offiziell noch gar kein Tag begonnen hat – gab es Frühstück. Heute ganz klassisch mit Brot, Marmelade, Käse und Ei im Glas. Nichts Spektakuläres, aber genau die richtige Grundlage für einen weiteren aufregenden Urlaubstag voller Entspannung, Kaminpflege und vermutlich weiterer wichtiger Entscheidungen rund ums Essen. 😄

Nach einer kurzen und erstaunlich unkomplizierten Urlaubsplanung – ein seltenes Ereignis – beschlossen wir, nach Skive zu fahren. Dort waren wir bereits im vergangenen Jahr häufiger unterwegs und hatten den Ort in guter Erinnerung.

Bevor wir jedoch zu unserer großen Expedition aufbrachen, stand noch ein wichtiger Zwischenstopp auf dem Programm. Es ging zu René, dem örtlichen Fischer. Schließlich kann man nicht einfach durch Dänemark reisen, ohne vorher die Versorgungslage zu sichern. 🐟

Unsere Beute bestand aus einem stattlichen Stück Dorsch und zwei Fischfrikadellen. Damit war zumindest das Abendessen bereits erfolgreich geplant. Es ist immer beruhigend, wenn man schon am Vormittag weiß, dass man abends nicht verhungern wird.

Anschließend machten wir uns auf den Weg. Die Strecke nach Skive beträgt rund 68 Kilometer und wäre eigentlich perfekt für einen gemütlichen Ausflug mit kleinen Stopps entlang der Strecke gewesen. Eigentlich.

Leider hatte das Wetter andere Vorstellungen. Es regnete nahezu die gesamte Fahrt über – und zwar mit einer Konsequenz, die man fast schon bewundern musste. 🌧️ An spontane Entdeckungstouren war daher kaum zu denken. Besonders schade, weil uns unterwegs einige interessante Hinweisschilder neugierig machten. Was sich dahinter verbarg, blieb allerdings verborgen. Man muss dem Urlaub ja auch noch etwas für die kommenden Tage übrig lassen.

Aber halb so wild. Wir haben schließlich noch zweieinhalb Wochen Zeit. Die Schilder laufen uns nicht weg – und falls doch, waren sie vermutlich ohnehin wichtiger unterwegs als wir. 😄

Auch in Skive zeigte sich das Wetter wenig kooperativ. Statt Sonnenschein, Spaziergängen und schönen Fotos gab es Regen. Viel Regen. Also beschlossen wir, das Beste daraus zu machen und die örtlichen Indoor-Spielplätze für Erwachsene zu besuchen. 🎯😄

Unsere Route führte uns durch Einrichtungen mit klangvollen Namen wie Normal, Imerco, Harald Nyborg und BigDollar. Wer behauptet, Erwachsene hätten keine Spielplätze, war offensichtlich noch nie in Dänemark einkaufen.

Bei Normal wurden gleich drei Fanta-Dosen entdeckt, die in der Sammlung von Enkel Nr. 3 noch fehlten. Außerdem fanden zuckerfreie Kekse in verschiedensten Geschmacksrichtungen den Weg in den Einkaufswagen. Man muss schließlich offen für neue Erfahrungen bleiben. 🍪

Bei Harald Nyborg wurde der Brennstoffvorrat für den Skotti-Grill aufgefüllt und ganz nebenbei noch etwas Angelzubehör eingepackt. Man weiß ja nie, wann der große Fang wartet. 🎣

Imerco diente dieses Mal hauptsächlich als trockener Unterstand zwischen zwei Regenschauern. Auch das ist eine wichtige Funktion eines Geschäfts.

Bei BigDollar fanden wir schließlich noch schicke Schälchen für unser tägliches Porridge. Davon gibt es bisher leider noch kein Foto. Das wird selbstverständlich nachgereicht – schließlich kann man die Welt nicht einfach über neue Porridge-Schalen im Unklaren lassen. 🥣😉

 

Ach ja, einen wichtigen Programmpunkt hätten wir beinahe unterschlagen. Irgendwann führte uns der Weg auch noch zum örtlichen Burger King. Uns hüngerte es ein wenig, und bekanntlich trifft man unter akutem Nahrungsmangel nicht immer die rationalsten Entscheidungen. 🍔😄

Die Pommes erwiesen sich dabei als ausgesprochen lecker und verschwanden deutlich schneller, als es ernährungswissenschaftlich vermutlich empfohlen wird. Eine echte Überraschung waren allerdings die kleinen Mini-Pizzataschen. Von deren Existenz wussten wir bislang nichts, nun fragen wir uns, warum eigentlich. Die Dinger waren nämlich erstaunlich gut.

Man könnte sich durchaus daran gewöhnen. Was vermutlich auch genau der Plan von Burger King ist. 🍕😉

Da es nicht den Anschein hatte, dass sich das Wetter noch entscheidend bessern würde, machten wir uns schließlich über Struer wieder auf den Heimweg. Dort erwartete uns allerdings exakt das gleiche Bild wie schon den ganzen Tag: Regen, grauer Himmel und wenig Motivation, irgendwo für einen Spaziergang auszusteigen. 🌧️

Aber egal. Auch das gehört zum Urlaub. Man muss schließlich nicht jeden Tag Sehenswürdigkeiten abhaken. Manchmal reicht es völlig aus, durch die Landschaft zu fahren und sich darüber zu freuen, dass man nirgendwo sein muss.

Wieder im Ferienhaus angekommen, wurde zunächst ein wenig entspannt. Die einen bevorzugen dafür die Couch, die anderen den Sessel. Wir wollen hier keine Diskussion darüber beginnen, welches Möbelstück die bessere Wahl ist. 🛋️😄

Irgendwann rief dann die Küche. Auf dem Speiseplan stand Dorsch – ganz unkompliziert und ohne großes Tamtam. Die rund 750 Gramm Fisch wurden portioniert, in Mehl gewendet und anschließend in der heißen Pfanne einem ausgedehnten Fettbad zugeführt. 🐟🍳

Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, wie das Foto beweist. Und geschmeckt hat es offenbar ebenfalls. Zumindest blieb vom Fisch nichts übrig. Absolut nichts.

Der Tortellini-Salat hingegen zeigte deutlich mehr Überlebenswillen und wird uns vermutlich auch morgen noch begleiten. Manche Urlaubsgäste reisen eben nicht so schnell ab. 😄

Oh Wunder! 🌤️ Nach dem Essen zeigte sich tatsächlich noch die Sonne. Zwar nur für einen Moment, aber in diesen Tagen nimmt man bekanntlich, was man bekommen kann.

Diesen seltenen Wetterumschwung mussten wir natürlich gleich doppelt nutzen. Erstens zum Wäschetrocknen – schließlich gibt es kaum ein schöneres Gefühl, als die Natur kostenlos für den eigenen Haushalt arbeiten zu lassen. Und zweitens, viel wichtiger: Das Wildnisbad rief mal wieder lautstark nach uns. 🛁🍹

Also wurde kurzerhand ein Aperol mit Erdbeeren, Faxe Kondi und einem Schuss Mionetto gemixt. Ob das ein offizieller Cocktail ist, wissen wir nicht. Ob er geschmeckt hat? Allerdings. 😄

Mit den Getränken bewaffnet ging es anschließend in die bereits wartende 40 °C warme Wanne. Während draußen langsam die Sonne unterging, ließen wir den Tag entspannt ausklingen. Ehrlich gesagt fällt uns kaum ein besserer Abschluss ein.

Ja, so darf ein Urlaubstag gerne öfter enden.

Tschüss, bis morgen. 👋😊

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