Zack, da ist auch schon Tag Nummer 8 vorbei. Die Zeit scheint im Urlaub entweder besonders schnell oder besonders heimlich zu vergehen.
Wir begannen den Tag mit einem ausgesprochen gesunden Frühstück. Porridge mit Apfelmark, Birne, Banane und Mandelsplittern versüßte uns den Start in den Tag. 🥣🍌🍐 Wer uns dabei beobachtet hätte, wäre vermutlich zu dem Schluss gekommen, dass wir ausgesprochen gesundheitsbewusste Menschen sind. Diesen Eindruck wollten wir natürlich nicht korrigieren.
Das war allerdings auch schon fast das einzige wirklich Erwähnenswerte am heutigen Tag. Eingekauft hatten wir bereits gestern alles Nötige, sodass keine Versorgungsfahrten, Hamsterkäufe oder spontane Supermarkt-Expeditionen erforderlich waren. In dieser Hinsicht konnten wir also völlig entspannt bleiben.
Weniger entspannt zeigte sich hingegen das Wetter. Es regnete fast den gesamten Tag. Dazu gesellte sich eine geschlossene Wolkendecke, die offensichtlich beschlossen hatte, ihren Urlaub ebenfalls in Agger zu verbringen. 🌧️☁️
Die Bedingungen waren damit nur bedingt geeignet für größere Unternehmungen außerhalb der eigenen vier Wände. Kurz gesagt: Das Wetter lud eher dazu ein, aus dem Fenster zu schauen und festzustellen, dass man drinnen eigentlich ganz gut aufgehoben ist. 😄
Zum Abendessen gab es heute – wie bereits gestern angekündigt – unser Fischerfrühstück. Der Name mag etwas verwirrend sein, schließlich wurde das Gericht am Abend serviert, aber das hat uns noch nie davon abgehalten. 😄🐟
Die Zubereitung ist erfreulich unkompliziert. Man benötigt lediglich gekochte Kartoffeln, die in Scheiben geschnitten werden, gewürfelten Speck, Zwiebeln, geräucherten Fisch – möglichst nicht zu fettig – sowie zwei Eier pro Person.
Zunächst werden aus Kartoffeln, Speck und Zwiebeln schöne knusprige Bratkartoffeln gezaubert. Sobald diese die gewünschte Farbe erreicht haben, wird der Fisch vorsichtig untergehoben. Anschließend formt man einige Mulden in der Pfanne und gibt die Eier hinein. 🍳
Danach heißt es warten. Und aufpassen.
Denn ab diesem Zeitpunkt sollte möglichst nicht mehr gerührt werden. Die Eier müssen in Ruhe stocken, während die Kartoffeln idealerweise nicht den Übergang von „knusprig“ zu „archäologischer Fund“ vollziehen. Die Temperaturkontrolle wird also plötzlich zur verantwortungsvollen Aufgabe.
Hat man alles richtig gemacht, erhält man ein wunderbar herzhaftes Gericht, das nach Meer, Urlaub und ein wenig nach nordischer Gemütlichkeit schmeckt. Und genau deshalb landet es bei uns regelmäßig auf dem Speiseplan. 😋🐟🥔
Nach dem Essen sollte es laut Wetterbericht endlich aufhören zu regnen. So zumindest die Theorie. 🌧️
Die Praxis sah etwas anders aus.
Voller Zuversicht machten wir uns zu einer kleinen Abendwanderung auf. Kaum unterwegs, begann es jedoch wieder zu nieseln. Nicht stark genug für einen echten Regenschirm-Einsatz, aber genau ausreichend, um einen daran zu erinnern, dass man sich an der Nordseeküste befindet und Wettervorhersagen hier eher als freundliche Empfehlungen zu verstehen sind. 😄
Davon ließen wir uns allerdings nicht vollständig aufhalten. Dieses Mal erkundeten wir den Deich in die entgegengesetzte Richtung und folgten dem Weg entlang des Flade Sø.
Die Landschaft zeigte sich trotz des Wetters von ihrer ruhigen Seite. Schöne Natur, kaum Menschen unterwegs und eine angenehme Stille, die nur gelegentlich vom Wind oder einem Vogel unterbrochen wurde. 🌾🦆
Eigentlich genau das, was man nach einem guten Essen und einem entspannten Urlaubstag braucht. Ein bisschen Bewegung, ein bisschen frische Luft und die Gewissheit, dass man anschließend wieder in ein warmes Ferienhaus zurückkehren kann.
Auch wenn der Wetterbericht davon offenbar nichts wusste. 😉
Reisewetter
- Agger
- 12/06/2026
- 15 C°
- Regen
- 15 - 25 km/h
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